Heimatdichter Johann Peter
Am 23.
Februar 1858 kam im "Perle des Böhmerwaldes"
genannten Dörfchen Buchwald, dem höchsten bewohnten Orte Böhmens, der spätere Lehrer
und Dichter Johann PETER zur Welt. Von 1874 bis 1878 besuchte der Sohn einer
"Freisassenfamilie" (Bauern, die persönlich frei waren und auf einem nur mit
allgemeinen Landessteuern belasteten Gut saßen) die Lehrerbildungsanstalt in Budweis.
Anschließend unterrichtete er vier Jahre in dieser Stadt, 1882 wurde er als Schulleiter
nach Großmeiseldorf versetzt, wo er bis 1896 blieb. Danach übte er seinen
Brotberuf in Prachatitz, in Haida im Lausitzer Gebirge und zuletzt als Oberlehrer in
Böhmisch Leipa aus. Die letzten Lebensjahre verbrachte der Dichter mit seiner Gattin in
Winterberg (Bez. Prachatitz, Böhmen), im Landhaus "Abendfrieden", das ihm sein
Verleger Steinbrenner erbaut hatte. Am 14.Februar 1935 starb er.
Johann Peters15-jähriger Aufenthalt im Weinviertel hat in seinem Werk kräftige Spuren hinterlassen, einerseits in den "Dorfgeschichten", besonders aber in der Schilderung der "Sitten und Bräuche im niederösterreichischen Weinlande".
Peter Rosegger hat Johann Peter, den man seinerseits als "Rosegger des Böhmerwaldes" apostrophierte, sehr geschätzt und auch gefördert. Er ließ ihn an der Zeitschrift "Heimgarten" mitarbeiten und verfasste das Vorwort für eines seiner 23 Bücher.
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| Projekt Gutenberg | |
| http://www.bhb-prachatitz.de/6,0,beruehmte-persoenlichkeiten,index,0.html | |
| http://www.mistasetkavani.qw.cz/deutsch/port26_de.php |
75. Todestag von Johann Peter
Der 75. Todestag von Johann Peter am 14.2.2010 blieb in Großmeiseldorf nach der früheren "Euphorie" über den Heimatdichter gänzlich unbemerkt - der NÖN war er im September 2010 einen Artikel wert:
